Ratgeber · Einstieg
Orderarten erklärt: Market, Limit, Stop-Loss und Trailing Stop
Welche Ordertypen es gibt und wann man sie einsetzt: Market-Order, Limit-Order, Stop-Loss, Stop-Limit, Trailing Stop und Gültigkeit von Aufträgen. Stand: 06.10.2026.
Mit der Orderart legen Sie fest, zu welchen Bedingungen Ihr Kauf- oder Verkaufsauftrag ausgeführt wird. Die richtige Wahl schützt vor bösen Überraschungen.
Market-Order (billigst / bestens)
Der Auftrag wird zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt. Das geht schnell, der genaue Preis steht aber vorher nicht fest. Bei großen, liquiden Aktien während der Haupthandelszeit ist das meist unproblematisch, bei Nebenwerten oder schnellen Märkten kann der Ausführungskurs deutlich abweichen.
Limit-Order
Sie bestimmen den Höchstpreis beim Kauf oder den Mindestpreis beim Verkauf. Wird das Limit nicht erreicht, wird nicht ausgeführt. Limit-Orders sind bei Nebenwerten, Neuemissionen und außerhalb der Haupthandelszeiten ratsam.
Stop-Loss (Stop-Market)
Erreicht oder unterschreitet der Kurs die Stop-Marke, wird automatisch eine Market-Order zum Verkauf ausgelöst. So lassen sich Verluste begrenzen oder Gewinne absichern. Achtung: Bei Kurslücken, etwa nach schlechten Nachrichten über Nacht, kann deutlich unter der Stop-Marke verkauft werden.
Stop-Limit
Wie Stop-Loss, nur wird bei Erreichen der Marke eine Limit-Order statt einer Market-Order ausgelöst. Das schützt vor Ausführungen zu sehr schlechten Kursen, bei starken Kursstürzen wird aber möglicherweise gar nicht verkauft.
Trailing Stop
Die Stop-Marke wandert mit steigenden Kursen automatisch nach oben, im festen Abstand in Euro oder Prozent. Fällt der Kurs, bleibt sie stehen. So laufen Gewinne weiter, während ein Rückschlag abgesichert ist.
Stop-Buy
Ein Kaufauftrag, der erst ausgelöst wird, wenn der Kurs eine Marke überschreitet, etwa beim Ausbruch über einen Widerstand.
Gültigkeit
Aufträge gelten je nach Wahl nur für den Tag, bis zu einem bestimmten Datum oder bis auf Widerruf (meist längstens bis Monats- oder Jahresende, je nach Broker). Prüfen Sie offene Aufträge regelmäßig, besonders vor Hauptversammlungen und Dividendenterminen, denn am Ex-Tag fällt der Kurs um die Dividende.
Wie Kurse an den Handelsplätzen zustande kommen, erklären die Porträts der Skontroführer und Market Maker im Branchenverzeichnis.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Stop-Loss und Stop-Limit?
Beim Stop-Loss wird nach Erreichen der Stop-Marke zum nächsten verfügbaren Kurs verkauft, beim Stop-Limit nur bis zu einem festgelegten Mindestpreis. Stop-Limit schützt vor schlechten Kursen, kann bei Kursstürzen aber unausgeführt bleiben.
Wie lange gilt eine Order?
Je nach Auswahl nur für den Tag, bis zu einem bestimmten Datum oder bis auf Widerruf; die maximale Gültigkeit legt der Broker fest.
Was ist ein Trailing Stop?
Eine Stop-Order, deren Marke steigenden Kursen in festem Abstand folgt und bei fallenden Kursen stehen bleibt. So werden Gewinne abgesichert, ohne den Aufwärtstrend zu begrenzen.